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Die Welt des Kaffees

Eine anregende Entdeckung.
Einer Legende nach soll einst den Hirten aus Kaffa in Äthiopien aufgefallen sein, dass ein Teil der Ziegenherde, die von einem Strauch mit weißen Blüten und roten Früchten frisst, bis spät in die Nacht hinein munter war. Mit Hilfe von Mönchen konnten die Hirten herausfinden, dass die getrockneten Früchte zu Pulver zerstoßen und mit heißem Wasser übergossen ein munter machendes Getränk ergeben. Darum nehmen wir an, dass die Provinz Kaffa in Äthiopien das Ursprungsland des Kaffees ist.

Kaffee wurde in Kaffa bereits im 9. Jahrhundert erwähnt und gelangte von dort vermutlich im 14. Jahrhundert nach Arabien. Das Wort Kaffee leitet sich aber nicht von der Provinz Kaffa ab, sondern von dem altarabischen Wort „Qahwah“ (das Erregende).

Von Äthiopien nach Wien.
Das erste Kaffeehaus wurde 1554 in Konstantinopel eröffnet. In Europa wurde der Kaffee erst Ende des 16. Jahrhunderts populär, nachdem ein reicher Kaufmann aus Venedig das Getränk nach Italien brachte. Daraufhin wurden auch in Paris Kaffeehäuser eröffnet. Das erste Wiener Kaffeehaus öffnete 1683, nachdem man im Kampf gegen die Türken 500 Säcke Kaffee erbeutet hatte.
1862 begann Julius Meinl in Wien Kaffee zu rösten und in kleinen Portionen zu verkaufen – Julius Meinl wurde dadurch zum Inbegriff des Wiener Kaffees.

Nach Erdöl ist Kaffee heute bereits das zweitwichtigste Handelsprodukt weltweit.
Die Anbaugebiete befinden sich in den tropischen Breitengraden zwischen dem Wendekreis des Krebses und des Steinbockes. Geographisch gesehen gibt es drei Kaffeeanbauregionen: Ostafrika und Arabien, Südostasien und der indonesische Raum und Süd- und Zentralamerika. Die Kaffeepflanze ist eigentlich ein Kirschbaum. In jeder dieser Kirschen stecken zwei Kaffeebohnen. Diese Pflanze ist eine botanische Besonderheit – sie blüht und trägt gleichzeitig reife und unreife Früchte. Sie wächst bis zu vier Meter hoch, wird aber in Kaffeeplantagen wegen der leichteren Ernte strauchförmig gestutzt. Es gibt zwei wichtige Sorten: Coffea Arabica (70% der Weltproduktion) und Coffea Robusta, die zweitwichtigste Bohnenart.

Arabica und Robusta.
Diese beiden Kaffeevarianten gedeihen in verschiedenen Regionen unter verschiedenen Bedingungen. Die wichtigsten Unterschiede sind: Arabica schmeckt feiner, hat mehr Aroma und Säure. Robusta hat einen kräftigeren Geschmack und ist – wie der Name schon sagt – robuster und stärker. Die Arabica-Bohnen sind etwas länglicher als Robusta-Bohnen und haben einen geschwungenen Einschnitt in der Mitte. Robusta-Bohnen haben eine Reifezeit von nur sechs Monaten, die Arabica-Bohnen reifen hingegen neun bis elf Monate.

Wie wird Kaffee geerntet und aufbereitet?
Zu jeder Zeit des Jahres ist in einem Land der Erde Kaffee-Ernte. Sorgfalt und Schnelligkeit sind sehr wichtig für die Qualität des Kaffees – reife Kirschen müssen umgehend verarbeitet werden, da die Früchte sonst zu gären beginnen. Nach der Trennung von Kirsche und Bohnen werden diese trocken oder nass aufbereitet. Die nasse Aufbereitung ist aromaschonender und die Basis für Spitzenkaffee. Bei Julius Meinl werden hauptsächlich Bohnen verarbeitet, die nass aufbereitet wurden. Bis der Kaffee weiterverarbeitet werden kann, sind noch zahlreiche Reinigungs- und Sortierarbeiten sowie laufende Qualitätskontrollen notwendig.

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